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Abschaffung der Riesterrente

Provokant ist die Einführung der Riesterrente, weil Finanzierung der privaten Altersvorsorge durch die Kürzung der gesetzlichen Rente bei jedem Einzelnen erfolgt. Die Beitragszahler bezahlen sich ihre Riesterrente selbst, weil sie von ihrer eigenen künftigen Rente einen Teil abgeben müssen. Das ist den meisten Einzahlern überhaupt nicht bekannt.

An die privaten Finanzdiestleister (Versicherungen, Banken) geht ein großer Teil des eingezahlten Geldes für Provisionen, in der Regel liegt dieser Betrag zwischen 10 und 25% !! Nutznießer sind nicht die Beitragszahler, sondern die Versicherungen und Banken. Damit entsteht für Versicherungen und Banken ein profitträchtiges Betätigungsfeld, weil ihnen große Ströme sicheren Geldes zufließt. Sie sind auch die treibende Kraft, die gesetzliche Rente noch weiter zurückzufahren, um dafür festgelegte Gelder in ihre Kanäle zu leiten.

Geringverdiener können sich die Riesterrente überhaupt nicht leisten, so dass nur die Besserverdienenden in den Genuss einer zusätzlichen Rente kommen. Dabei erhalten Besserverdienende den gleichen Festbetrag als Zuschuss vom Staat wie gering verdienen-de Arbeitnehmer, die, wenn überhaupt nur unter großen Anstrengungen und Einbußen in ihrem Lebensstandard in der Lage sein werden, die entsprechenden Beträge von ihrem Einkommen in eine private Rente ab zu zweigen.

Für Beitragszahler, deren Rente künftig unter dem Niveau der Grundrente liegen wird, lohnt sich eine zusätzliche Rentenversicherung überhaupt nicht, weil sie dieses zusätzliche Geld bei der Berechnung für die Grundsicherung mit anrechnen lassen müssen.

Ist den Riesterern eigentlich klar, dass sie, wenn sie mit 65 Jahren in den Ruhestand gehen, 98 Jahre alt werden müssen, um ihre Beiträge samt Zulagen herauszubekommen.