Ein Inflationsausgleich von 150,00 Euro für jeden Rentner.......

siehe Aktuell

 

Von wegen Erhöhung

Der Präsident der deutschen Rentenversicherung,
Herbert Rische, verkündete am Donnerstag freudestrahlend die, vorläufig nur geschätzten, Rentenerhöhungen für das kommende Jahr an.
Die Renten sollen dann ab 1.Juli 2012 im Westen um 2,3 Prozent und im Osten um 3,2 Prozent steigen.

Rische führte nicht aus, dass in den Jahren 2004 bis 2006 überhaupt keine Rentenerhöhung stattfand und die letzte, kaum spürbare überdurchschnittliche Erhöhung pünktlich zur Bundestagswahl 2009 um 2,41 Prozente im Westen und 3,38 Prozent im Osten stattfand.

Unterschlagen wurde der breiten Öffentlichkeit ebenfalls, dass die grosse Zahl der Klein-Rentner, die ergänzend Grundsicherung im Alter von insgesamt 364,- Euro monatlich (inklusive der Rente) zuzüglich Miete beziehen und davon menschenwürdig leben sollen, nicht profitieren.
Die Rentenerhöhung wird diesen vom Grundsicherungszuschuss in voller Höhe wieder abgezogen.

Während die Bundesregierung unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sich den Kopf zerbricht, wie viele hundert Milliarden man zur Rettung Griechenlands, Portugals, Spaniens und Italiens benötigt, wandelt sich in Deutschland unbemerkt bei den Rentnern die bestehende Altersarmut in Alterselend um.

Die Zahl der Empfänger von Leistungen der Altersgrundsicherung ist laut Statistischem Bundesamt um mehr als vier Prozent gestiegen. Der Paritätische Wohlfahrtsverband geht von einer Vervierfachung der Altersarmutsquote von derzeit 2,5 Prozent auf über zehn Prozent in den nächsten Jahren aus.

Um im Jahr 2030 eine gesetzliche Rente wenigstens in Höhe des Grundsicherungsniveaus zu erhalten, müsste ein Durchschnittsverdiener nach heutigem Stand insgesamt 34 Jahre lang in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben. Für viele ist dies schon jetzt absehbar nicht mehr leistbar“, so Schneider.

Besonders bedroht sind die 6,5 Millionen Beschäftigten im Niedriglohnbereich und damit jeder fünfte Erwerbstätige.
„Die, die heute schon arm trotz Arbeit sind und ihren Lohn mit Sozialleistungen aufstocken müssen, werden im Alter nicht besser da stehen.“

Noch mehr Abzocke


Rentnern droht Ärger mit dem Finanzamt

Mit der zunehmenden Besteuerung von Alterseinkünften müssen auch Rentner ihr Scherflein an den Fiskus entrichten - im Zweifel sogar rückwirkend für die vergangenen Jahre.

Wird die Abgabe der Erklärung verschwitzt, droht im Extremfall sogar ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung.

Die Finanzämter hätten inzwischen Kenntnis über die Rentenzahlungen seit 2005, erklärt Erich Nöll vom Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine in Berlin.

Das heißt: Pensionäre, die bisher keine Steuererklärung eingereicht haben, müssten nun damit rechnen, dass sie das zuständige Finanzamt dazu auffordert.

 
Vorsicht bei Steuerhinterziehung

Im schlimmsten Fall könne der Tatbestand der Steuerhinterziehung erfüllt sein, erklärt Nöll.
"Wer billigend in Kauf genommen hat, dass dem Fiskus

Steuern entgangen sind, muss mit einer Strafandrohung rechnen." Die meisten Rentner müssten sich allerdings keine großen Sorgen machen.

"Wer nur leicht über den Freibeträgen lag, muss nicht unbedingt mit Sanktionen rechnen."

Hintergrund ist das Alterseinkünfte-Gesetz, wonach Renten nach und nach besteuert werden. Wie viel von der gesetzlichen Rente versteuert werden muss, hängt davon ab, wann man den Ruhestand angetreten hat.
Wer 2005 in Rente gegangen ist, muss 50 Prozent des Rentenbetrags versteuern.

Der Besteuerungsanteil steigt mit den Jahren an. Seit 2005 steigt der Besteuerungsanteil für jeden neuen Rentnerjahrgang um zwei Prozent.
Für das Renteneintritts-Jahr 2010 beträgt der Besteuerungsanteil 60 Prozent, für 2011 62 Prozent.
Auch auf Einnahmen wie Betriebsrenten oder aus privaten Versicherungsverträgen müssen Steuern gezahlt werden.

Im Zweifel sollten Rentner jetzt prüfen, ob sie zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, rät Nöll. "Wenn dies der Fall ist, sollten schnellstmöglich rückwirkend Steuererklärungen erstellt und eingereicht werden - im Zweifel bis 2005.

Statt Banken und Staaten, die über ihre Verhältnisse lebten, mit deutschen Steuergeldern zu stützen, sollte die Bundesregierung zumindest einen Teil des Geldes zur Reformierung der Grundsicherung im Alter, die in Höhe des Hartz IV-Satzes erfolgt, und ein echtes Mindestrentensystem verwenden.

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