Ein Inflationsausgleich von 150,00 Euro für jeden Rentner.......

siehe Aktuell

 

„Die Rente muss mindestens so hoch sein wie Hartz IV mit allen Extras“ 
In der BZ (Berlin)diskutieren ein Rentner und ein ALG-II-Empfänger über die
Anhebung  ihrer Leistungen von Bettina Irion  Nr. 104/15

O,99 Prozent mehr bekommen Deutschlands Rentner zum 1. Juli, 7,06 Euro Schnitt.
Hartz-IV-Empfänger erhielten zum 1. Januar eine Erhöhung um fünf Euro – ein Plus
von 1,4%. 2012 gibt es noch einmal drei Euro mehr. Gerecht oder nicht?   Darüber
stritten Rentner Götz Uhlendorf (76) und ALG-II-Empfänger Sascha Wolter (38)
beim Italiener in Spandau.


Uhlendorf: „Die Rentenerhöhung ist ein Witz. Für mich sind das gerade sechs Euro.“

Wolter: „Das ist wirklich zu wenig. Aber auf die acht Euro mehr für Hartz-IV-Empfänger könnte ich auch verzichten.“

Uhlendorf: „Aber mit einer Frau und zwei Kindern haben Sie doch ein Vielfaches von mir. Ich bekomme nach 35 Jahren Arbeit nur 605 Euro.“

Wolter: „Na ja, wir haben rund 1.500 Euro. Nicht viel für eine vierköpfige Familie.“

Ist die höhere Hartz-IV-Erhöhung gerecht?

Uhlendorf: „Ich will niemanden was wegnehmen. Aber wenn man alle Extras einrechnet, sind die Hartz-IV-Sätze teilweise doppelt so hoch. Dabei haben die Rentner jahrzehntelang gearbeitet. Und wir hatten noch eine 48-Stunden-Woche. Viele Arbeitslose hingegen haben noch nie gearbeitet.“

Wolter: „Gerecht ist das nicht. Wir haben ja noch die Chance, Geld zu verdienen, Rentner können das nicht. Ich kenne auch Leute, die nicht arbeiten wollen.“

Uhlendorf: „ Wieso sind Sie denn arbeitslos?“

Wolter: „Ich war sieben Jahre Möbelpacker, das Arbeitsamt hat mir dann eine Umschulung zum Altenpfleger vermittelt. Aber das war nichts für mich. Dann kamen die Kinder. Jetzt mache ich mich mit Online-Handel selbstständig.“

Wie viel Geld fänden Sie denn gerecht?

Uhlendorf: „Auf jeden Fall müsste die Rente so hoch sein wie das, was ein Hartz-IV-Empfänger inklusive aller Leistungen erhält.“

Wolter: „So 500 Euro für jeden wäre in Ordnung.“

Uhlendorf: „Jeder, der von der Allgemeinheit ernährt wird, könnte aber was für die Allgemeinheit tun: In Kitas mithelfen, Parks aufräumen.“

Wolter: „Ich würde das sofort machen.“

Viele tun das nicht.

Uhlendorf: „Die jungen Leute sind verwöhnt. Meine Generation hat Krieg, Hunger, Armut mitbekommen. Wir konnten uns für keinen Job zu schade sein.“

Wolter: „Richtig, richtig.“

Sind Sie denn verwöhnt?

Wolter: „Unsere Generation ist schon ein Weichei.“

Weitere Minusrunden für Rentner?

Kein Inflationsausgleich für Rentner und Sozialschwache?

Ausplünderung der Rentenkasse?

Ohne uns Junge und Alte !!

Reform der gesetzlichen Rentenversicherung

Änderung der Rentenformel, die zu einer Kürzung der Renten führt;  zum Beispielder Nachhaltigskeitsfaktor, der Riesterfaktor usw.  Versicherungsfremde Leistungen müssen voll aus Steuergeldern gezahlt werden. Angleichung der Renten Ost und West. Inflationsausgleich für Rentnerinnen und Rentner. Sicherung der Renten für die jetzige und künftige Generation.

Wie sehen wir die Lösung:

In einer breiten Finanzierung durch alle abhängigen Beschäftigten. Die bestehende Beamten- und Politikerversorgung muss reformiert werden. Das heißt die Harmonisierung von Renten und Pensionen ist geboten.

Die solidarische, gesetzlich geschützte Rente muss erhalten bleiben, auch bei einem eventuellen Systemwechsel. Dieser darf aber nicht Börsen abhängig sein, sondern muss immer unter dem Grundsatz der Solidarität stehen. Ähnlich dem Schweizer Modell.

Angst vor Altersarmut - eine berechtigte Angst !

Das die Renten sicher sind, glaubt kaum noch ein Bürger unseres Landes. Ganz im  Gegenteil:

Die Angst, im Alter nicht genug Geld zu haben, nimmt ständig zu. Eine repräsentative  Umfrage zeigt, dass nahe zu die Hälfte aller Männer und Frauen die Befürchtung hat, im Alter nicht genügend abgesichert zu sein.
Im Jahr 2005 bestand diese Angst nur bei  34.4 Prozent aller Befragten.                                                                                                                                                                (Quelle: "Apotheken-Umschau)

Vor Altersarmut haben die Menschen Angst und das aus gutem Grund. Die letzte Rentenreform wird für die Beschäftigten und Rentenbezieher als Beginn der schärfsten Einschnitte in die Geschichte eingehen.
Im Mittelpunkt der Rentenreform steht die Änderung der Rentenanpassungsformel, die die schrittweise Absenkung des Rentenniveaus für alle jetzigen und künftigen Rentner bereits ab 2003 von heute ca. 70 % auf ca. 67% vorsieht. Ab 2011 wird eine weitere Rentenanpassung wirksam: Die Rentenerhöhungen werden nur noch auf der Basis von 90% der Bruttolöhne berechnet. Damit wirken sich die Kürzungen auch auf alle Rentner aus.

Die Rentner-Partei fordert deshalb von der Bundesregierung:

1. Fremdleistungen

Alle Leistungen, wie Ost-Renten, Erziehungsjahre für Kinder, u.a., die über Steuern zu finanzieren sind, aus Steuermittel abzudecken. Damit werden die Bürger unseres Landes gleichermaßen belastet, d. h. alle Bürger
(Beamte, Selbständige, Freiberufler) tragen diese Lasten gemeinsam, nicht nur die Einzahler in die gesetzliche Rentenkasse.

2. Anpassung der Beamten- und Politikerpensionen

Beamte erhalten im Durchschnitt zwischen 75% und 71,25% der in den letzten drei Berufsjahren verdienten Besoldung als Pension und das bereits nach 40 Dienstjahren.
Im Unterschied zu den Rentnern:
Diese erhalten den Durchschnitt ihrer eingezahlten Beiträge für die zurückgelegten Berufsjahre.
Dies sind z.Z. ca. 67% des letzten Bruttogehaltes (ca. 46% des Nettogehaltes) nach 45 Berufsjahren mit der Tendenz, dass noch weitere Absenkungen folgen werden. Davon sind noch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge und Steuer abzuziehen.

Am 01.01.2008 beschloss der Bundestag, die Wartezeit der Parlamentarier zur Altersentschädigung von acht Jahren auf ein Jahr der Mitgliedschaft zu verkürzen. Nach dem ersten Jahr beträgt sie 2,5% der Abgeordnetenentschädigung und steigt mit jedem Jahr der Mitgliedschaft um 2,5%, bis zu einem Höchstbetrag von 67,5% der Abgeordnetenentschädigung. Sie beträgt zurzeit monatlich € 7.339,00 und erhöht sich zum 01. Januar 2009 um 4,48% - um € 329,00 - auf € 7.668,00.

Von einer Rente von € 5.175,90 nach 45 Jahren harter Arbeit und ständiger Einzahlung in die Rentenkasse können Rentner nur träumen !!

Die Rentner-Partei empfindet das als glatten Hohn gegenüber Rentnerinnen und Rentner und jetzigen Berufstätigen.

Unsere Forderung: Gleiches Recht für alle. Rentner, Beamte und Politiker werden ab sofort gleichbehandelt.

3. Ausgleich der Inflationsrate

Die Renten sind entsprechend der Inflationsrate auszugleichen, damit der Kaufkraftverlust ausgeglichen wird und die Renten nicht ständig absinken und damit die Lebensexistens bedrohen.

Zusätzliche Informationen